Zusammenarbeit zwischen SSB und Verkehrswacht

Sicherheitskampagne “Sicher zu Fuß”

„Halt“, „Stopp“, „Achtung“ – so lauten Worte an Überwegen, mit denen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkehrswacht Stuttgart als Sicherheitslotsen Passanten an Überwegen ansprechen und auf Gefahren aufmerksam machen werden.

Schwerpunkt der Sicherheitskampagne der Stuttgarter Straßenbahnen AG an Überwegen ist das richtige Verhalten der Fußgänger an Gleisüberwegen, um sie sicher queren zu können. Die SSB setzt dabei seit Jahren auf die Erfahrung und Unterstützung der Verkehrswacht, wenn es darum geht, ein höheres Bewusstsein für Gefahren an Überwegen über Stadtbahngleise zu schaffen. Deshalb hat die SSB die Arbeit der Verkehrswacht im Jahr 2012 gefördert, in dem sie für deren Verkehrssicherheitsarbeit einen Ford Transit zur Verfügung stellt. Die Beschaffung wurde von der Schwabengarage und TÜV Süd unterstützt.

Gleichzeitig sei das Fahrzeug auch Anerkennung der Arbeit und der Leistung der Verkehrswacht, die sich auf unterschiedliche Zielgruppen wie Kinder, Radfahrer oder Senioren und deren Gefährdungspotenziale bei der Mobilität konzentriert. Der Verkehrswacht werde so die Durchführung von Aktionen erleichtet, die beispielsweise Material für die Standgestaltung oder Information erforderten.

Die neue Aktion setzt auf der seit 2003 laufenden Pass-Auf-Kampagne auf. Die persönliche Ansprache der Fußgänger in den damaligen unterschiedlichen Werbe- und Informationsmitteln, ausgedrückt über verschiedene Namenszusätze wie „Pass auf, Uwe“ wurde beibehalten. Waren es damals Uwe, Gerda, Karin oder Martin, die ermahnt wurden aufzupassen, sind es heute Lisa, Alex, Anja und Nico, die aufgefordert werden aufzupassen. Die abgebildeten Situationen am Gleis wurden aktualisiert und Motive gewählt, bei denen die Passanten durch Kopfhörer, Handy oder Internet abgelenkt sind. Denn Ablenkung, Unaufmerksamkeit und Nachlässigkeit, Gedankenverlorenheit oder Eile sind die Hauptursachen dafür, dass die vielerorts mehrfachen Warneinrichtungen an Überwegen wie Springlicht, Geländer, Warnschilder oder Markierungssteine nicht wahrgenommen oder nicht beachtet werden.

So werden es vor allem unaufmerksame Fußgänger sein, auf die die jungen Leute der Verkehrswacht ein Augenmerk haben wollen. Jedes Jahr stehen sie an verschiedensten Stadtbahnhaltestellen, wie Olgaeck, Berliner Platz, Schloss-/Johannesstraße, Schwab-/Bebelstraße, Bad Cannstatt Wilhelmsplatz, Feuerbach Bahnhof oder Vaihingen, um dort für Aufmerksamkeit zu werben und über richtiges Verhalten zu informieren. Auch interessiert es sie was die Fußgänger an Warneinrichtungen an den Überwegen wahrnehmen.

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Sicherheitskampagne „Augen auf… links fährt die Bahn“

Mit der Kampagne möchte die SSB AG zu Bewusstsein bringen, dass die Gleise auch ein Fahrstreifen sind, und zwar für die Stadtbahn. Stadtbahnen haben einen deutlich längeren Bremsweg als Autos, und sie können nicht ausweichen. Bei den schlimmeren Linksabbieger-Unfällen werden die Pkw oft von der Bahn verschoben. Verletzte oder sogar Tote im Pkw sind hier häufig die Folgen, auch Verletzte in der Stadtbahn. Stadtbahnfahrerinnen und
Stadtbahnfahrer können auch unverletzt oft noch jahrelang an einem Unfall leiden. Bei glimpflicher abgegangenen Unfällen treten dann eher ein hoher Sachschaden und die betriebliche Störung samt Fahrtausfall für die Fahrgäste in den Vordergrund, die aber in jedem Fall zu verzeichnen sind. Unfälle mit illegalen Linksabbiegern sind ein Thema, das die SSB vermutlich dauerhaft beschäftigt. Damit die Unfallzahlen wieder sinken und weniger Menschen etwas geschieht, haben die SSB gemeinsam mit der Verkehrswacht die Kampagne „Links fährt die
Bahn“ gestartet. Unfallschwerpunkte für illegales Linksabbiegen sind zum Beispiel im Stuttgarter Westen die Kreuzungen Schloß-/ Senefelderstraße, Schloß-/ Silberburgstraße und Bebel-/ Claudiusstraße. In Zuffenhausen sollten die Autofahrer besonders an den Kreuzungen Ludwigsburger-/Frankenstraße und Ludwigsburger-/Hohensteinstraße auf sich achten und nicht links abbiegen. Und wer häufig im Gebiet Bad Cannstatt/Fellbach unterwegs ist, weiß sicher längst, dass an den Kreuzungen Waiblinger-/Daimler Straße und Stuttgarter-/ Höhenstraße das Linksabbiegen nicht gestattet ist.